Friedrich Schiller
Kabale und Liebe
Malte Kreutzfeldt lässt den Himmel über den Toten einstürzen. Wie auf einem endlosen Gräberfeld aus Leuchtröhren liegen sie da, Opfer der Macht- und Geldwelt, wie unzählige andere auch. Keine Vergebung, vor allem keine Katharsis. Denn der Kapitalismus, das führt uns diese Inszenierung vor Augen, frisst nicht nur die eigenen Kinder.In dieser Inszenierung geht es hart zur Sache. Malte Kreutzfeldt findet für die dramatische Geschichte packende Bilder fortwährender Grenzverletzungen. Doch die Inszenierung lässt immer wieder auch Raum für Schillers Sprachpoesie. Eine konzentrierte Fassung, die uns unmittelbar erreicht und den Figuren in ihrer Zuspitzung klare Entwicklungsmöglichkeiten gibt.
Jubel über Jubel für diese frische, spannende Schiller-Version.
Heidi Höhn : Coburger Nachrichten